Archiv: Spielberichte

- Folge 8 -
Spielbericht vom 14.06.2020: 
TuS Buisdorf - Wahlscheider SV

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14.06.2020. 34. und damit letzter Spieltag der Bezirksligastaffel 2 des Fußballverbandes Mittelrhein. TuS Buisdorf trifft auf den Wahlscheider Sportverein. Gleichzeitig endet damit ein kleiner Fussballtraum für`s Erste. Ein Traum der irgendwann im Laufe der Hinrunde völlig ungeplant und unvorhersehbar an Fahrt aufnahm und den letztendlich nur noch eine Hufeisennasenfledermaus – nennen wir sie „Hufi“ - aus dem zentralchinesischen Wuhan stoppen konnte. Den Traum von der erfolgreichsten Saison einer WSV-Ersten in 75 Jahren Vereinsgeschichte hätten wir mit Euch nur zu gerne zu Ende geträumt. Wir werden es nachholen!

Wie immer am letzten Spieltag lautet das Motto „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“. Bevor der WSV-Tross nämlich die Kalenderwoche nach dem letzten Spieltag traditionell im Bermudadreieck “Bierkönig-Oberbayern-Megapark“ verbringen darf, heißt es noch einmal Schwitzen für einen gelungenen Saisonausklang, welcher mit einem großen Dank an all die Gelb-Schwarzen Anhänger verbunden sein soll, die uns Sonntag für Sonntag durch halb Nordrhein-Westfalen folgen. Bester Laune machen sich Spieler und Fans im Bus auf nach Sankt Augustin um die Saison erfolgreich zu Ende zu bringen. Mondorf steht als Meister fest, doch mit einem oder drei Punkten könnte der Elf von Klink, Radermacher und Günther noch das Hintertürchen der allseits beliebten Quotientenregelung zum Aufstieg in die Landesliga verhelfen. Quotientenregelung? Zur Erklärung: Das ist die Regel die grundsätzlich immer Anwendung findet, im Falle einer weltweiten Pandemie jedoch von heute auf morgen außer Kraft gesetzt und durch die "Keiner-steigt-ab-Regel" ersetzt wird.
Anstoß auf dem frischgestutzten Naturgrün in Buisdorf pünktlich um 15:00 Uhr. Es dauert lange bis sich die Gelb-Schwarzen auf dem ungewohnten Untergrund zu Recht finden. Zu lange. Während in den WSV-Reihen mit dem eigenen Gleichgewicht gekämpft wird, bringt Torjäger Max Müller die Gastgeber nach zwanzig Minuten verdient in Front und von nun an läuft der WSV einem Rückstand hinterher. Nach rund 30 Minuten bekommt der WSV das Spiel zumindest insoweit in den Griff, als dass es sich nun um eine ausgeglichene Partie handelt.
Bis zur Halbzeit nichts wirklich Nennenswertes mehr. Mit dem knappen Rückstand geht es in die Kabine.


Im zweiten Spielabschnitt ist Gelb-Schwarz zwar deutlich überlegen, wird jedoch wiederrum eiskalt erwischt. Nach zwei Großchancen durch Max Klink und Robin Günther scheint der Ausgleichtreffer nur eine Frage der Zeit. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Nach einem Eckball schafft es der WSV nicht das Leder aus der Gefahrenzone zu befördern. Patsch! 2-0 für die Gastgeber und nur noch eine halbe Stunde auf der Uhr.
Gelb-Schwarz wirft jetzt alles nach vorne und stemmt sich gegen die Niederlage. Zu groß ist die Wahrscheinlichkeit die Grün-Weißen Gastgeber zwei Tage später im Bermudadreieck zu treffen und womöglich noch die erste Runde bezahlen zu müssen.
75. Minute. Tobi Günther zieht einen Freistoß aus halblinker Position scharf vor das Gehäuse der Buisdorfer. Großes Durcheinander im Fünfmeterraum und plötzlich liegt der Ball im Netz. Mindestens sechs WSV-Akteure rennen jubelnd aus dem Getümmel und geben an dem Ball den entscheidenden Impuls in Richtung Kasten gegeben zu haben. War es Tondl mit dem Kopf, Jung mit der Hacke, Gonschor mit seiner ausladenden Hüfte, Rößler mit der Hand oder doch Oberst von Gatow mit dem Kerzenleuchter im Kaminzimmer ? Vielleicht hat ihn der Präsident von der Tribüne aus auch einfach ins Tor gebrüllt. Wir werden es niemals erfahren. Der Anschluss ist jedenfalls hergestellt. Nur noch 1-2.

In der Schlussviertelstunde kann der Gastgeber kaum noch für Entlastung sorgen. Was man im Eishockey als Powerplay bezeichnen würde schnürt die Buisdorfer mehr und mehr ins letzte Drittel vor ihrem Tor ein und Großchancen hagelt es im Minutentakt. Wie im schlechten Film sorgt jedoch erst die Schlussszene für die Erlösung im WSV-Lager. Juri Landgraf, der selbst ernannte Mann für die wichtigen Tore, sorgt mehr oder weniger mit dem Schlusspfiff persönlich für den Ausgleichstreffer in einem turbulenten Spiel mit gerechter Punkteteilung. Mustergültig von Weppler freigespielt hebt Landgraf das Leder gefühlvoll über den herauseilanden Schlussmann hinweg zum Ausgleichstreffer.

Jetzt fragt ihr Euch sicher ob der Punkt in Buisdorf letztlich zum fiktiven Aufstieg in die Landesliga gereicht hat? Wir wissen es ehrlich gesagt nicht und überlassen den Schlussakt Eurer Fantasie.
Was wir allerdings ziemlich sicher wissen: Irgendwo in Zentralchina sitzt jetzt eine traurige Hufeisennasenfledermaus und hat ein furchtbar schlechtes Gewissen uns so plötzlich aus unseren Träumen gerissen zu haben. Kopf Hoch Hufi, wir verzeihen dir!

Verfasst von: Stefan Funken

- Folge 7 -
Spielbericht vom 07.06.2020: 
Wahlscheider SV II - SV Hellas Troisdorf II 6:0 

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Der WSV trifft auf die Sportkameraden vom SV Hellas II, an den der geneigte WSV-Fan und auch die gesamte Mannschaft nicht die besten Erinnerungen haben dürfte, setzte es doch im Hinspiel bei widrigen Wetterbedingungen eine derbe 1:4-Klatsche gegen den Abstiegskandidaten.
Dass die Galonzka-Elf sich mit Aussicht auf Körnchens Bratwurst und frisches Matrosen Kölsch deutlich wohler fühlt als bei Souvlaki und Mythos, spiegelt das Endergebnis von 6:0 wider.
Im Vergleich zur Vorwoche setzt Konzepttrainer Galonzka auf mehr Unbekannte als die Ludolphsche Zahl Ziffern hat: Altemeier, Keller, Keller, Gonschor und Wiese stehen in der Anfangsformation.

Kommen wir zum Spiel: die Hellenen waren spielerisch schneller erledigt als ein Kranz Bier in der Kabine: Mit dem ersten Angriff netzt Marc Geisthoff eine sehenswerte Kombination unbedrängt in die Maschen, nachdem Marius Thommes seinem Gegenspieler mehr Knoten in die Beine dribbelt, als ein Achterknoten - Ahoi! Nur wenige Angriffswellen später findet Peter Fischer den Sportkameraden Berens, der tagszuvor offensichtlich Bolognese aufgetischt bekam und das Spielgerät mal eben in den Knick schweißt. 2:0 nach nicht einmal 10 Minuten - und das sollte noch lange nicht das Ende sein. Apropros Peter Fischer: gegen den ist auf der Trainings-Eierschaukelskala ein Braunbär im Winterschlaf ein Workaholic. Egal - zurück zum Spiel. Zwar dominierte die Heimmannschaft weiterhin das Geschehen, spielte einige Tormöglichkeiten heraus, nutzte diese jedoch bis Mitte von Durchgang eins nicht, bis der Schiedsrichter auf Ecke für den WSV entschied. Wie immer scharf geschossen von Jannis Weißenberg, segelt selbige knapp über der Grasnarbe - und damit immer noch höher als die Lufthansa derzeit - in die Gefahrenzone, wo die Hellenen das Tor so erfolgreich verteidigen, wie Deutschlands größte Fluggesellschaft den Abstieg aus dem DAX. Daniel Hohnhorst, der schneller zum Torjäger mutiert als Covid-19, war es egal: 3:0 für Schwarz-Gelb. Danach heißt es erstmal durchatmen, denn bis zum Pausen-Kölsch passiert nichts mehr.
Apropros Pausen-Kölsch: da dem Gästeanhang die Lust auf Fachsimpelei über das Spiel vergangen ist, einigt man sich auf eine Diskussion über die Frage, was besser schmeckt: Kölsch oder Mythos? Der Matrose blüht dabei mal so richtig auf und lässt den Zapfhahn laufen, um Fakten sprechen zu lassen.

Da mittlerweile auch das Spielgeschehen wieder läuft, findet die Diskussion ein abruptes Ende, denn auf einmal ist Nic Keller auf und davon und läuft alleine auf das Tor zu, trifft mit seinem Abschluss aber nur den Pfosten. Besser macht es nur wenige Minuten später erneut Marc Geisthoff, der für das WSV-Spiel mindestens so unverzichtbar ist, wie Robert Lewandowski für die Bayern. Kurz darauf wechselt Galonzka in gewohnter Manier gleich dreifach und die Aggertaler nahmen einiges an Tempo aus der Partie. Dennoch hat der WSV alles im Griff, schaltet aber erst in den Schlussminuten wieder einen Gang hoch und macht das halbe Dutzend durch Derk Gonschor und Marius Thommes voll.

So endet ein noch ungleicheres Duell als der Boxkampf von Klitschko gegen Joshua mit einem technischen Ko nach 90 Minuten und ganz nebenbei mischt der WSV dick im Aufstiegsrennen mit - will man das überhaupt???
Erstmal egal, denn das Kölsch schmeckt wieder so hervorragend, dass man den virtuellen Tag an der Theke ausklingen lässt und so weiter fleißig für unsere Spendenaktion auf www.wsv-verbindet.de aktiv wird.
In diesem Sinne: sehr zum Wohl!

Verfasst von: Matthias Lüghausen

- Folge 6 -
Spielbericht vom 31.05.2020:
FC Hertha Rheidt I - Wahlscheider Sportverein I

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31.05.2020. FC Hertha Rheidt – Wahlscheider SV

Der WSV Tross macht sich auf den Weg  an den Rhein um bei den Blau-Weißen möglichst die nächsten Zähler abzustauben. Etwas spät dran wird der Aueler Hof Kaffee glühend heiß auf Ex getrunken bevor es auf in den Sportpark Süd geht, dessen Sterilität leider herzlich wenig für Wahlscheider Fussballromantiker übrig hat. Nichtsdestotrotz finden sich auch an diesem Sonntag wieder einige Unerschrockene Aggertaler beim Gastspiel ein um ihrem Team die Daumen zu drücken oder um einfach nur dem Pfingstsbrunch mit der Verwandtschaft aus dem Weg zu gehen.


Nach dem Sieg in der Vorwoche beim Ligaprimus in Mondorf auf selbiger Sportstätte will das Trainergespann der „Ersten“ die Truppe jedenfalls weiter auf Kurs halten.
Anpfiff pünktlich um 15:00 Uhr. Ein paar Minuten benötigen die beiden Teams um sich gegenseitig abzutasten bevor der WSV das Zepter in die Hand nimmt. Die Hertha ihrerseits agiert zunächst wie die Mittdreißiger in der Disco: Erstmal hinten reinstellen und warten ob sich was ergibt. Gleich die erste Ecke des Spiels bringt Schwarz-Gelb in die Erfolgsspur. Schöne Hereingabe von Spielertrainer Günther, Winterschladen lässt das Leder am ersten Pfosten gekonnt über sein lichter gewordenes Haupthaar rutschen und hebt die Kugel damit ins lange Eck wie Sterneköche Sahne unter eine Sauce heben. Lecker! 1-0 WSV nach zehn Minuten.


Mit der Führung im Rücken drängt der WSV die Gastgeber zwar fortan noch weiter in die eigene Hälfte, wird jedoch gleichzeitig anfällig für Tempogegenstöße. Zu allem Überfluss ist Winterschladen in der Viererkette nun in erster Linie damit beschäftigt seinen Spielkameraden von seinem soeben erzielten Traumtor zu berichten, zu Ungunsten der Defensivarbeit.  So kommt es wie es kommen muss und der FCH schließt einen Konter zum Ausgleich ab. 1-1 und alles auf Anfang , was auch gleichzeitig den Halbzeitstand bedeutet.


Im zweiten Spielabschnitt entwickelt sich ein offener Schlagabtausch auf Augenhöhe. Chancen hüben wie drüben bleiben zunächst ungenutzt, ehe der große Auftrifft von Arne, genannt „J.LO“ Gonschor beginnt. Wir würden Euch an dieser Stelle gerne die Namen der Mitspieler nennen, die das Tor zum 2-1 vorbereitet haben. Doch Fehlanzeige. Gonschor, der in seinem früheren Leben unter dem Namen „Lucio“ für die Werkself auflief, bereitet seine Tore lieber selber vor.  Ballgewinn im Mittelfeld, Hüftwackler hier, Übersteiger da und schon steht das WSV-Eigengewächs, einer dieser ungeschliffenen Rohdiamanten alleine vor der Kiste und schiebt dem FCH-Schlussmann den Ball durch die Hosenträger zur Führung. So ästhetisch kann Fussball sein.  


Von nun an spielt es der WSV im Stile einer Spitzenmannschaft und lässt nicht mehr viel anbrennen. Das Schlussviertel der Partie gehört ganz der Gelb-Schwarzen Equipe die es schafft es den Gegner weitestgehend vom eigenen Gehäuse fernzuhalten. Das Sahnehäubchen auf einen gelungenen Fussballnachmittag, der mit heißem Kaffee begann und mit kaltem Kölsch enden wird, setzt Pascal Nohl, besser bekannt als „Der Eisenbieger aus Wipperfürth“.  Nohl nimmt sich aus 25 Metern ein Herz und tut das was er am Besten kann: Tore schießen. Das Leder zappelt im Netz und der Schiedsrichter pfeifft die Partie ab.


Wenn uns der FVM schon aufgrund unserer sportlichen Leistungen nicht in der Landesliga haben möchte, dann müssen wir uns ja wenigsten hier diesen Traum aufrecht erhalten.
Und jetzt nichts wie an die Theke. Stadionwurst und Bier warten!

- Folge 5 -
Spielbericht vom 24.05.2020: 
TuS Winterscheid - Wahlscheider SV II 2:1 

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Gegen die ambitionierten Sportkameraden vom TuS aus Winterscheid fand die kleine Serie der Galonzka-Elf ein jähes Ende. Nach 90 + 5 Spielminuten pfiff Schiri Stegemann, der nach seiner umstrittenen Videobeweis-Entscheidung -Zitat: " 
Hier auf dem Bild [...], erkenne ich so gut wie nichts" -  im Spiel des VfB Stuttgart beim SV Wehen Wiesbaden in die Kreisliga strafversetzt wurde, die Begegnung beim Stand von 2:1 für die Gastgeber ab. 
Dass ein Bundesliga-Referee die Partie leitet, zeigt die Brisanz: Winterscheid als Tabellenzweiter und Aufstiegsaspirant empfängt den WSV, der nach der jüngsten Serie zu den oberen Plätzen wieder aufgeschlossen hat und auf Rang fünf mit zwei Punkten Rückstand auf den TuS rangiert. 
Also: Top-Spiel! Das ist auch Körnchen und Matrose nicht entgangen, die kurzerhand eine Aussenstelle aufmachen. Matrose mit ordentlich Schaum vor dem Mund und tatsächlich auch auf dem Glas, lässt das Kölsch nur so in Strömen fließen, während Körnchen die nötige Würze nicht nur in der Curry-Sauce einbringt. 
Schonmal vorweg: es war ein Spiel, das wie der betrunkene Biss in einen Döner ist: einfach geil! Auch, wenn es aus WSV-Sicht nicht den gewünschten Ausgang hatte. 

Rein ins Spiel: Winterscheid drängt die Aggertaler tief in die eigene Hälfte und untermauert seine Aufstiegsambitionen. Der WSV übersteht die erste Sturm und Drangphase schadlos und kann sich auf dem kleinen Platz aus der Umklammerung befreien. Folglich verzeichnet Schwarz-Gelb auch die erste Torchance für sich: Ron Keller, nach überstandenem Schnupfen in der Startelf, setzt sich über außen sehenswert durch und bedient in der Mitte Tobias Berens, der jedoch um Haaresbreite verpasst. Auf der Gegenseite setzt ein Winterscheider einen 25 Meter Kracher an das Wahlscheider Gebälk - weiter torlos. Plötzlich greift Schiri Stegemann ans Ohr - VAR in der Kreisliga? Hört mir auf... Tatsächlich geht er an die Außenlinie und bekommt etwas auf sein Handy gespielt. Die Kommunikation mit dem Kölner Keller ist hier allerdings aufgrund der guten und lauten Stimmung nicht zu vernehmen. Lange zwei Minuten, die mit einem gellenden Pfeifkonzert begleitet werden, dauert die Besprechung mit Köln. Doch warum? Stegemann geht zu Galonzka. Was ist da los? Stegemann hat wohl eine Szene mit einem rauchenden Wahlscheider Trainer gesehen und diskutiert wild mit dem stoischen Galonzka, der ihm einfach keinen Zug an seinem Zigarillo abgeben will: "Das verträgst du eh nicht!". Doch Stegemann bleibt hartnäckig, ergattert doch tatsächlich einen Zug am Glimmstängel und zieht hustend mit den Worten "ich merke so gut wie nichts" von Dannen. Danach geht es weiter mit Fußball. Und wie: Winterscheid kombiniert sich gut durch die WSV-Reihen an dessen Ende der Ball im Netz liegt. 1:0 Winterscheid, was gleichzeitig der Halbzeitstand ist. 
Die Pause nutzen die Winterscheider zum Anschauungsunterricht bei Körnchen und Matrose, um dabei auszubaldowern, ob der Halbzeitstand auch an der Theke gilt. 

Im zweiten Spielabschnitt kommt der WSV unmittelbar nach Wiederanpfiff durch Nic Keller zum Ausgleich. Freudentränen im Matrosen-Auge, bedeutet das doch mindestens einen Kranz für das erste Tor in den Senioren vom Jungspund. In der Folge schenken sich beide Teams nichts. Es ist ein Spiel mit offenem Visier und vielen Chancen, bei dessen Aufzählung man noch morgen beschäftigt wäre. Dass es bis kurz vor Schluss immer noch ausgeglichen steht, liegt an den guten Torhüterleistungen sowie einer unzureichenden Chancenverwertung auf beiden Seiten. Als sich alle schon freundschaftlich an der Wahlscheider Aussenstelle auf ein Unentschieden geeinigt hatten, setzt der Gastgeber zu einem letzten Angriff an. Spielaufbau über die Mitte, dann nach außen und scharf vor die Kiste, wo ein Winterscheider Stürmer das Kopfballduell gegen zwei WSV-Verteidiger gewinnt und den Hexenkessel förmlich explodieren lässt. Angepfiffen wird das Spiel danach nicht mehr - da man sich jedoch ausgezeichnet mit den Jungs vom TuS versteht, gibt es doch noch mal einen Anpfiff: den zur dritten Halbzeit. 
Über das Ergebnis und den Verlauf selbiger kann leider nicht mehr berichtet werden. Zu gut haben die fiktiven Kölsch geschmeckt, die ihr natürlich nach wie vor gerne mit uns trinken könnt. 
In diesem Sinne Prost und bis zum nächsten fiktiven Spiel.

Verfasst von: Matthias Lüghausen

- Folge 4 -
Spielbericht vom 17.05.2020:
Wahlscheider SV I - SV Rot-Weiß Merl I

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Wieder Heimspiel, wieder bestes Wetter. Wir schreiben den 17.05.2020. Wahscheids Erstvertretung trifft auf Rot Weiß Merl. Merl? Da war doch was. Ganz genau. Seit dem 28.10.2018 ist die WSV-Erste daheim ungeschlagen. Letztmalig verlor man gegen eben jenen Club aus Meckenheim an besagtem Datum mit 1-2. In Kombination mit zahlreichen Gastauftritten in Merl bei denen Punkte stets Mangelware blieben – von den letzten beiden Partien mal abgesehen – kann man bei den Rot-Weißen jedenfalls nicht von unserem Lieblingsgegner sprechen.

Grüße nach Merl an dieser Stelle aber seid uns nicht böse, dass eine so schöne Heimserie in einem fiktiven Spielbericht einfach nicht abreißen darf. Apropops fiktiv: Körnchen und Matrose müssen an diesem Heimspielsonntag natürlich mal wieder zeigen, dass sie sich nicht nur beim Servieren von Würstchen und Bier auf www.wsv-verbindet.de geschickt anstellen. Heute heißt es wieder liefern: Heiße Bratwurst, eiskaltes Kölsch und das Ganze gerne auch mal umgekehrt. Hier ist für die ganze Familie was dabei.

Anstoß um 15:00 Uhr vor 248 handgezählten Zuschauern. Was in der Bundesliga derzeit als Geisterspiel durchgeht treibt Kassierer Basti Klein am Drehtor ein paar Freudentränen in die Augen.

Der WSV legt los wie die freiwillige Feuerwehr während sich der Gast zunächst auf ihre Defensivarbeit konzentriert. Erste Ecke für den WSV nach sechs Minuten, der sportliche Leiter poltert von der Bank „lange kein Tor mehr nach `ner Ecke gemacht“ und siehe da es scheppert gleich. Eckstoß Tobias Günther scharf vor die Kiste wo Lukas Tondl, der einzige Mensch der härter köpfen als schießen kann, das Leder unhaltbar zur Führung einnickt. Wird das etwa ein entspannter Nachmittag? Wohl eher nicht. Die Elf von Klink, Radermacher und Günther verpasst es in der Folge zu erhöhen. Winterschladen und Feldner lassen beste Chancen liegen und das wird in der siebthöchsten deutschen Spielklasse natürlich eiskalt bestraft. Ein Konter wie er im Buche steht und der Angreifer der Rot-Weißen lässt WSV-Schlussmann Demmer keine Abwehrmöglichkeit. 1:1 was gleichzeitig auch den Halbzeitstand bedeutet.

Fachsimpelei an der Theke und das Bier fließt selbstredend in Strömen. Ähnlich wie vor zwei Wochen lassen sich auch die Gästefans aus Merl nicht lumpen und legen sich am Tresen mit den alten Herren im Kampf um die Kaltgetränke an. Auch hier Halbzeitstand 1:1.

Im zweiten Spielabschnitt besinnt sich der WSV auf seine Grundtugenden. Laufen, schnell laufen und ganz schnell laufen. Andre Jung schickt mit einem herrlichen Diagonalpass Marius Mylenbusch auf die Reise und der Rechtsverteidiger der Gäste fühlt sich als wäre auf der Bundesautobahn 3 gerade ein Porsche 911er an seinem Opel Ascona vorbeigeflogen. Mylenbusch legt von der Grundlinie mustergültig zurück und Robin Günther steht bereit um das Leder zu versenken. Unten links, humorlos, 2-1 WSV. Ellbogenjubel inklusive.

Das Trainergespann möchte nun die Entscheidung und bringt die Allzweckwaffe Fabian Oberdörster. Eigentlich eher für die dritte Halbzeit vorgesehen soll der „lange Eugen“ nun den Deckel drauf machen. Und natürlich tut er das. „Ihr müsst ihn eigentlich nur geschickt anschießen“ gibt Co-Trainer Radermacher den entscheidenden Tipp. Zehn Minuten vor Schluss ist es soweit. Schicke Kombination im Zentrum über den eingewechselten Flo Hase, der Max Klink zentral in Schussposition bringt. Klink bringt das Leder Richtung Tor und Fabian Oberdörster fälscht mit dem linken Schienbein unhaltbar für den Torwart der Rot-Weißen ab. 3-1. Die Kuh ist vom Eis.

In der Folge lässt die WSV-Hintermannschaft nichts mehr anbrennen und damit bleibt es da-bei: Der WSV ist in Punktspielen seit dem 28.10.2018 daheim ungeschlagen. Und das meine lieben Freunde ist ausnahmsweise nicht erfunden.

Verfasst von: Stefan Funken

- Folge 3 -
Spielbericht vom 10.05.2020: 
SV Allner Bödingen - Wahlscheider SV II

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Blickt man mit dem nötigen (Sicherheits-)Abstand auf das Gastspiel beim SV Allner Bödingen II zurück, war es ein durchaus glücklicher Dreifachpunktgewinn.

Aufgrund des Todes von Edelfan Georg Nicolini spielte der WSV mit Trauerflor und fand zunächst keinen richtigen Zugriff auf das Spiel. Da auch die Gastgeber nicht gewillt waren, Offensivfußball zu zeigen, spielte sich das Geschehen größtenteils im Mittelfeld und fernab der Gefahrenzonen ab. Wie so oft in solchen Spielen, musste als Dosenöffner ein Standard herhalten. Eine von Standardspezialist Jannis Weißenberg scharf vor die Kiste getretene Ecke fiel dem frischgebackenen 30-jährigen Daniel Hohnhorst vor die Füße und der wurschtelte ihn irgendwie über die Linie. Noch kurz vor der Pause stellte Allner ebenfalls nach einem Standard wieder alles auf Anfang, nachdem der Defensivverbund der Aggertaler gedanklich schon beim Siegerbier im Aueler Hof verweilte. Beinahe wäre das Spiel sogar noch gekippt, doch Stephan Heyberg rettete für den bereits geschlagenen Torwart Matthias Lüghausen auf der Linie und seine Mannschaft mit einem Unentschieden in die Kabine.

Zweite Halbzeit: Allner beginnt druckvoll, ging aber mitunter leichtfertig mit seinen Chancen um. Coach Galonzka merkt, dass er frischen Wind ins WSV-Spiel bringen muss und tüftelt an seinem neuen Konzept - wer von den Blindgängern hilft uns jetzt weiter? Andy Ly - der pfeilschnelle Kamikaze-Pilot, um mehr Druck auf den Außenbahnen zu erzeugen? Oder doch Julian Kosler - der technisch versierte Mittelfeldmann, der sich selbst ebenso Knoten in die Beine spielen kann, wie dem Gegner? Nehmen wir doch beide und Nic Keller - den Jungspund, den noch keiner kennt. Dreifachwechsel nach 80 Minuten! Und siehe da: plötzlich hat der WSV das Heft des Handelns in der Hand und drängt Allner tief in die eigene Hälfte. Jedoch scheint der Allnerer Schnapper sein Ladenlokal mit Plexiglas ausgestattet zu haben, denn selbst beste Einschussgelegenheiten wollen ihren Weg nicht ins Netz finden. Bis, ja bis, Tobias Berens in der Nachspielzeit 20 Meter vor dem Tor den Ball bekommt. „Was der Rößler in der 1. Mannschaft kann, kann ich schon lange!“ Schnell noch die Bolognese in den rechten Huf laden und ab in den Knick. Danach wird gar nicht mehr angepfiffen.

Selbstverständlich ist auch hier der Spielverlauf frei erfunden. Aber wenn er wahr wäre, hätte da oben jemand mit einem zufriedenen Grinsen im Gesicht den FuPa-Bericht schon hochgeladen und die WSV-Statistik bereits aktualisiert - denn niemals geht man so ganz. 
Ruhe in Frieden, Georg!

Verfasst von: Matthias Lüghausen

- Folge 2 -
Spielbericht vom 03.05.2020: 
Wahlscheider SV I - Bröltaler SC I

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Es ist Sonntag und die WSV-Erstvertretung hat die Sportsfreunde vom Bröltaler SC zu Gast. Die Sonne scheint als hätte sie van Gogh gemalt und mit dem BSC gibt sich ein durch die Bank sympathischer Gastverein in der Krebsauel die Ehre. Kurzum es ist eines der Spiele, bei dem sich die Stadionsprecher Wuttke und Wasser schon im Vorfeld die Köpfe einschlagen, wer die Massen durch das Programm führen darf.

15:00 Uhr: Körnchen hat die Currywurst-Sauce perfekt abgeschmeckt und der Matrose hat die Zapfanlage nach langem Kampf auf „Mit Schaum“ programmiert. Es kann losgehen.
Gleich zu Beginn der Schock für die WSV-Erste. Nach einem BSC-Eckball in Minute fünf nicken die Gäste zur frühen Führung ein. Wie bereits die WSV-Zweite hat auch die Erstvertretung die Sache mit dem Mindestabstand von 1,5 Meter wunderbar verinnerlicht. Was beim LIDL an Kasse 2 noch gefeiert wird stößt beim Verteidigen eigener Eckbälle auf arge Probleme. Bröltal führt. Liegt hier etwa eine Überraschung in der Luft?
Fortan bestimmt der WSV das Spielgeschehen und Laufwunder Rößler stellt auf Ausgleich. Zentrale Position, 27 Meter bis zum Tor, „das hat doch schon mal geklappt“ denkt sich das WSV-Eigengewächs und schweißt das Leder unhaltbar in den linken oberen Knick. Grüße nach Mondorf!


Kurz vor der Pause: Während Körnchen am Grill den Spieß ob des großen Andrangs nicht mehr rechtzeitig gedreht bekommt, gelingt Selbiges dem WSV noch vor der Halbzeit. Spielertrainer Tobias Günther schickt mit seinem linken Zauberfüßchen den im Alter immer schneller werdenden Max Feldner auf die Reise. Auf dem Weg zum Tor fallen Feldner die wildesten Ideen ein wie er das Leder versenken könnte. Glücklicherweise vergisst er sie bis zum Abschluss allesamt und netzt das Leder humorlos ohne nachzudenken zur Halbzeitführung ein.

Halbzeitpause: Während im Neubau Klink, Radermacher und Günther ihre Truppe mit mahnenden Worten auf die zweite Halbzeit einstellen laufen nur wenige Meter Luftlinie entfernt die Bierleitungen heiß. Nicht nur die Alten Herren bringen die Thekenbesatzung ins Schwitzen, auch die mitgereisten Gästefans beweisen, dass im Bröltal keine Buttermilch ausgeschenkt wird.

In Halbzeit zwei wird der WSV seiner Favoritenrolle gerecht. Trainersohn Max Klink wird nach rund 60 Minuten im Strafraum unsanft auf die Bretter geschickt. Zwar beteuert der BSC-Verteidiger rein charakterlich gar nicht zu einem solchen Foulspiel in der Lage zu sein, der Referee jedoch bleib hart. Strafstpß und Kapitän Juri Landgraf schnappt sich den Ball. Trotz einiger Versuche schafft es keiner seiner MItspieler ihm diesen zu entreißen bis er ihn sich auf den Elfmeterpunkt legt. Landgraf läuft an, schießt und trifft. „Du hast doch gesagt der schießt immer nach rechts“, donnert der BSC-Torhüter in Richtung seines Co-Trainers. „Jaa, aber von dir aus nach rechts……“. „…..ach so“.  3-1 für den WSV.
Endgültig den Deckel drauf macht eine Viertelstunde vor Schluss WSV-Jungspunt Jonathan Weppler. Kurze Ecke Mylenbusch auf Winterschladen, der lässt mustergültig zurückklatschen und Mylenbusch bringt das Leder scharf vor die Kiste wo Weppler in Miroslav Klose Manier per Kopf versenkt.  Sie glauben diese Geschichte ist wahr? Tut mir Leid. Sie ist frei erfunden.  

Den Schlusspunkt auf einen gelungenen Fussballnachmittag setzten die keineswegs chancenlosen Gäste per Fernschuss aus 25 Metern. Torhüter Funken im Kasten der Gäste hatte ähnlich wie die Lufthansa den Flugbetrieb bereits weitestgehend eingestellt, sodass das Leder ungehindert den Weg ins Tor fand.
Endstand Wahlscheider SV gegen den Bröltaler SC 4-2 und wer jetzt noch keine Lust auf ein Siegerbier mit Stadionwurst hat dem können wir auch nicht helfen.

Verfasst von: Stefan Funken

- Folge 1 -
Spielbericht vom 19.04.2020: 
Wahlscheider SV II - TSV Wolsdorf 2:2 (1:2) 

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"Wir müssen ganz konzentriert weitermachen"

Gegen den Spitzenreiter aus dem Siegburger Stadtteil erkämpften sich die Galonzka-Mannen bei frühlingshaften Temperaturen ein verdientes Unentschieden und kam dabei zweimal nach Rückstand zurück. 
Anders als in der Vorwoche, in der die Mannschaft ebenfalls unentschieden spielte, dabei aber jeglichen Einsatz vermissen ließ, stimmten im Spiel gegen den Turn- und Sportverein sowohl Einsatz, Moral als auch das Spielerische. 
Für alle, die, aus welchem Grund auch immer, die Krebsauel nicht besuchen konnten, war, wie bereits im Hinspiel, die Liveschalte von Radio Kosta omnipräsent und versorgte die Massen bundesweit an den Endgeräten mit dem aktuellen Spielgeschehen. 

Diejenigen, die eines der begehrten Tickets für die Krebsauel ergattern konnten, wurden zunächst mit einem ruhigen Spielbeginn nicht gerade verwöhnt. Chancen blieben zunächst Mangelware, bis der Defensivverbund der Schwarz-Gelben seine eigene Verkaufsfläche in Form des Strafraums öffnete, damit den Beschluss der Bundesregierung äußerst schnell umsetzte, und den Wolsdorfer Stürmer zum 0:1 aus WSV-Sicht einschieben ließ. Im Anschluss nahm das Spiel an Fahrt auf und der WSV seinerseits konnte erste Duftmarken im gegnerischen Strafraum setzen. Jannis Weißenberg vermochte es ebenso wenig wie Peter Fischer das runde Spielgerät im eckigen Ziel unterzubringen. Erst Julian Kosler konnte den verdienten Ausgleich nach 34 Minuten nach Vorlage von Marius Thommes erzielen - Radio Kosta hatte im Anschluss für einige Minuten technische Schwierigkeiten, die jedoch pünktlich zum schmeichelhaften Führungstreffer der Wolsdorfer behoben waren, nachdem die WSV-Elf erneut keine Schwierigkeiten hatte, den geltenden Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. 
Die anschließende 15-minütige Isolation nutzte Coach Galonzka für eine Ansprache, die ihren Zweck offensichtlich erfüllte, denn unmittelbar nach Wiederanpfiff netzte Peter Fischer zum Ausgleich ein. Der anschließende Pfiff des Referees ging dem WSV-Anhang jedoch direkt ins Mark: zu früh angetretene private Reise - Abseits! Weiter 1:2... Unbeirrt dessen agierten die Aggertaler weiter mutig und befolgten weiter den Ratschlag der Kanzlerin "ganz konzentriert weiterzumachen". Belohnt wurde der Aufwand nach 80 Zeigerumdrehungen durch einen Fernschuss von Tobias Berens, nachdem Marius Thommes einen langen Ball so gerade noch erlaufen konnte (eigentlich ein klassicher Fall von " da brauchste ein Fahrrad für" - doch da Fahrradläden wieder öffnen dürfen...). Kurz vor Schluss eröffnete sich den Gästen die Riesengelegenheit, doch noch die volle Punktzahl aus der Krebsauel in die Kreisstadt zu entführen, als ein Gästestürmer frei vor dem WSV-Gehäuse nach Zweikampf mit Stephan Heyberg auftauchte. Doch da Senioreneinrichtungen nach wie vor unter besonderem Schutz stehen, entschied der umsichtige Schiri auf Stürmerfoul an Heyberg und beendete im direkten Anschluss die Begegnung. 

Somit trotzt die Zweite Mannschaft ihrem Nachfolger am Platz an der Sonne einen Punkt ab und kann mit breiter Brust in das kommende Auswärtsspiel bei der Mittelrheinliga-Reserve des FC Hennef gehen. 
Hierbei hat die Mannschaft die Möglichkeit, am Gegner in der Tabelle vorbeizuziehen und mit Rückenwind auf die Zielgerade der Saison einzubiegen. 
Mit einer erneuten konzentrierten Leistung stehen die Chancen nicht schlecht, den Zwischenerfolg weiter zu untermauern.

Verfasst von: Matthias Lüghausen